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Inspiration

Das Auto richtig waschen

7-10-2025
Verfasst von: Victor Lundqvist
Im Frühling und Sommer lagern sich verschiedene Arten von Schmutz auf dem Fahrzeug ab – etwa Flugrost und Eisenpartikel, organische Verschmutzungen wie Baumharz und Vogelkot sowie Asphalt- und Teerrückstände von der Straße. Im Winter sind es vor allem Salz und Ruß, die sich auf dem Fahrzeug sammeln. Hier findest du alle Schritte, um Auto, Boot, Wohnwagen oder Traktor so sauber und glänzend wie möglich zu bekommen – und damit den Lack langfristig zu schützen und zu erhalten. Ein Fahrzeug zu waschen soll einfach und unkompliziert sein!

1. Felgenreinigung

Um allen Schmutz von den Felgen zu entfernen, trägst du Felgenreiniger auf und lässt ihn ausreichend einwirken. Das beste Ergebnis erzielst du mit einem alkalischen Reinigungsmittel, das speziell für Felgen entwickelt wurde. Diese Produkte enthalten aktive Tenside, die genau die Art von Schmutz lösen, die sich dort festsetzt.

Sind die Felgen besonders stark verschmutzt, kannst du vorsichtig eine Felgenbürste verwenden, um die Oberfläche gemeinsam mit dem Reiniger zu bearbeiten. Befindet sich der Schmutz am Gummirand der Reifen, hilft die Felgenbürste ebenfalls bei der Reinigung.

Spüle die Felgen von unten nach oben ab – so wird der Schmutz gründlich entfernt, und du kannst anschließend Reifenglanz auftragen, der dadurch länger hält.

Tipp:

Hat die Felge Bremsstaub oder andere Metallpartikel, die sich nicht lösen lassen, verwende einen Flugrostentferner. Bei kleinen schwarzen Punkten handelt es sich meist um Teer- oder Asphaltflecken – hier hilft ein Teerentferner, um diese Rückstände zu beseitigen.

felgenreinigung

2. Vorwäsche, Teer- & Flugrostentfernung

Vorwäsche – der wichtigste Schritt bei der Autowäsche

Die Vorwäsche ist einer der entscheidendsten Schritte bei der Fahrzeugreinigung. Wasche dein Auto gründlich und vorsichtig, um Kratzer und Lackskador zu vermeiden. Durch die Vorwäsche entfernst du Verschmutzungen, Staub, lose Partikel – ja sogar altes Wachs – von der Oberfläche. So entsteht eine glattere Fläche, die das Risiko von Waschkratzern verringert und gleichzeitig die Reinigungswirkung des Shampoos verbessert.

Reinigungsmittel für die Vorwäsche lassen sich in zwei Hauptgruppen einteilen:

  • Wachslösende Reiniger – ideal, wenn du eine gründliche, tiefenreinigende Wäsche durchführen möchtest.
  • Wachssichere Reiniger – frei von Lösungsmitteln und geeignet, wenn du kürzlich gewachst oder poliert hast oder keramisches Shampoo verwendest.

Wenn du dein Auto so sauber wie möglich bekommen willst, nutze das wachslösende Mittel. Hast du das Fahrzeug erst kürzlich poliert, kannst du diesen Schritt überspringen.

Entfettung – Welche ist die richtige?

Es gibt viele Bezeichnungen für Entfettungsmittel, doch grundsätzlich unterscheidet man zwei Hauptarten:

Kaltentfettung – gegen Teer und Asphalt

Diese Methode eignet sich für die kleinen schwarzen Punkte auf dem Lack – meist Asphalt- oder Teerflecken. Kaltentfettung basiert auf Petroleum und ist ideal, um Salzreste, Teer und Straßenbeläge zu lösen.

Sprühe das Mittel von unten nach oben auf ein trockenes Fahrzeug, damit es optimal wirkt. Wichtig: Nicht auf Glasflächen sprühen – das kann hartnäckige Flecken verursachen! Lass es einwirken und spüle anschließend von unten nach oben gründlich ab. Verwende Kaltentfettung nur bei Bedarf, besonders im Frühling oder Spätherbst.

Alkalische Entfettung – gegen organische Verschmutzungen, Insekten, Öl und Ruß

Dies ist die häufigste Methode, die du bei jeder Wäsche verwenden kannst. Sie löst organischen Schmutz wie Insektenreste, Vogelkot, Öl, Fett und Ruß. Auch hier gilt: von unten nach oben aufsprühen und mit ca. 45°-Winkel des Hochdruckreinigers abspülen – so löst sich der Schmutz besonders effektiv. Diese Methode eignet sich perfekt für die regelmäßige Pflege deines Fahrzeugs.

Flugrost- und Oxidentferner

Auf Felgen und unteren Karosserieteilen sammelt sich oft Asphaltschmutz, Streusalz, Metallabrieb und Bremsstaub. Ein Flugrostentferner enthält chemische Wirkstoffe, die mit den Partikeln reagieren und sich durch eine violette Farbveränderung bemerkbar machen – ein Zeichen, dass der Schmutz gelöst wird. Danach lässt sich alles leicht abspülen, und die Oberfläche ist sauber, glatt und bereit für den nächsten Pflegeschritt.

3. Handwäsche und Shampoonierung

Um den letzten statischen Schmutz zu entfernen, braucht dein Auto eine gründliche Handwäsche. Wähle dabei ein hochwertiges Autoshampoo, das eine schmierende Wirkung zwischen deinem Waschwerkzeug (z. B. Waschhandschuh) und dem Lack erzeugt – so gleitet das Werkzeug sanft über die Oberfläche und verhindert Kratzer. Lies immer die Anleitung auf der Flasche, um das richtige Mischverhältnis von Shampoo zu Wasser zu finden. Verwende einen Wascheimer mit Schmutzsieb (Grit Guard) – so sinken Sand und Schmutzpartikel auf den Boden und bleiben von deinem Waschhandschuh fern. Beginne immer mit den saubersten Fahrzeugteilen, also etwa Dach oder Motorhaube, und arbeite dich nach unten vor. Wasche in geraden Bewegungen, nicht in Kreisen – so vermeidest du Wirbelkratzer (Swirls). Wenn du diese Schritte befolgst, minimierst du das Kratzrisiko und erhältst ein glattes, glänzendes Finish auf deinem Lack.

shampoonierung

4. Dein Auto trocknen

Wasserflecken und Kalkränder sind immer ärgerlich – besonders, wenn man sich die Mühe gemacht hat, das Auto gründlich zu waschen. Deshalb ist es wichtig, dass das Fahrzeug gründlich getrocknet wird. Eine Mikrofaser-Trockentuch ist dafür ideal: Sie hat eine starke hydrophobe Wirkung und sorgt für eine streifenfreie, trockene Oberfläche. In der Regel reicht ein Tuch pro Fahrzeug. Wird es zu nass, kannst du es einfach auswringen und weitermachen. Trockne immer in geraden Bewegungen entlang der Fahrtrichtung des Autos – so vermeidest du Schlieren und Mikrokratzer.

Alternative: Fahrzeugtrockner

Ein Blautrockner oder Gebläse ist eine moderne und besonders schonende Methode, um das Auto zu trocknen. Diese Geräte sind oft sehr leistungsstark – bis zu 3000 Watt – und blasen warme Luft, wodurch das Wasser schnell verdunstet. Das Ergebnis ist meist schneller, gleichmäßiger und glänzender als bei der Trocknung mit einem Mikrofaserhandtuch.

auto-trocknen

5. Scheiben reinigen

Es ist immer eine gute Idee, die Autoscheiben ein paar Mal im Jahr gründlich zu reinigen. Unsere speziellen Glasreiniger für Fahrzeuge unterscheiden sich deutlich von herkömmlichen Fensterreinigern, die man zu Hause verwendet. Sie sind speziell entwickelt, um Verkehrsfilm, Umweltverschmutzungen und organische 

Viele unserer Produkte bieten zudem einen hydrophoben Effekt – das heißt, Wasser perlt ab, und Schmutz, Staub und Insektenrückstände haften deutlich schlechter. Dadurch bleiben deine Scheiben länger sauber und transparent.

6. Gummi und Plastik reinigen

Um deinen Reifen einen tiefen Glanz zu verleihen, ist ein Reifenpflegemittel (Reifenglanz) unverzichtbar. Es ist der perfekte Abschluss nach jeder Fahrzeugwäsche und lässt deine Reifen wie neu aussehen. Zusätzlich schützt Reifenglanz das Gummi vor UV-Strahlung und verhindert, dass es austrocknet oder rissig wird. Für das beste Ergebnis solltest du das Mittel mit einem Tuch oder Applikationsschwamm auftragen. Viele Produkte müssen nicht nachgewischt werden – sie ziehen selbstständig ein und hinterlassen eine gleichmäßige, glänzende Oberfläche.

Auch ausgetrocknete, graue Kunststoffleisten wirken ungepflegt. Mit unseren Pflegemitteln für Kunststoffteile bringst du sie wieder zum Strahlen. Trage das Produkt am besten mit einem kleinen Schwamm gleichmäßig auf und vermeide, dass es auf den Lack gelangt – so erzielst du ein sauberes und professionelles Ergebnis.